Unsere Motivation in 45 Sekunden

"Kollektive Evolution" > Reform > Revolution

Viele unserer Probleme als Menschheit resultieren aus problematischen Strukturen. Sie sind durch bestimmte Rahmenbedingungen entstanden. Sie reproduzieren sich laufend, auf Basis ihrer selbst und auf Basis ihrer Rahmenbedingungen. Das geschieht auch, wenn sie von außen betrachtet stabil und unveränderbar wirken.

Häufig gibt es eine Vielzahl von Rahmenbedingungen, die für die Entstehung und Reproduktion von Strukturen relevant sind. Und es gibt eine Vielzahl von Wechselwirkungen:

  • Zwischen Rahmenbedingungen und Rahmenbedingungen
  • Zwischen Struktur und Struktur
  • Zwischen Wechselwirkungen und Wechselwirkungen
  • Zwischen allen möglichen Konstellationen dieser Parameter

Rasch erreicht eine Struktur hohe Komplexität, häufig sehr hohe Komplexität.

Dadurch entsteht mehr oder weniger viel Resilienz, also eine Widerstandskraft, die der Veränderung einer Struktur entgegenwirkt.

Ist ein Wandel dieser Struktur notwendig, ist diese Resilienz also ein Hindernis, das es zu überwinden gilt.

Ist der Wandel vollzogen, ist die Widerstandskraft ein Segen, denn sie stabilisiert auch das, was mit dem Wandel erreicht wurde.

Wie verändert man Strukturen wirksam und zugleich effizient?

Indem die Strukturen sich selbst verändern, auf emergente Weise.

Wie bringt man Strukturen dazu, sich selbst auf emergente Weise zu verändern? Indem man in vielen, meist kleinen Schritten die Rahmenbedingungen verändert, aus denen Strukturen sich laufend reproduzieren und sich ansonsten auf die Emergenz verlässt.

Auf diese Weise findet Evolution statt.

Wie unterscheidet sich diese Evolution von einer Revolution?

Wie unterscheidet sich diese Evolution von einer Revolution?

Bei einer Revolution wird eine Struktur schockartig drastisch verändert oder sogar zerstört. Bei mehr oder minder gleichbleibenden Rahmenbedingungen inklusive deren Wechselwirkungen, wird zwangsläufig wieder eine in ihrem Wesen mehr oder minder gleiche Struktur folgen – auf emergente Weise. Sie mag anders aussehen oder anders genannt werden, in ihrer Essenz wird sich nicht viel verändert haben.

Das zeigte sich in der Geschichte der Menschheit wieder und immer wieder. Wir kennen sogar eine Redewendung dafür:

„Alter Wein in neuen Schläuchen.“

Wie unterscheidet sich diese Evolution von einer Reform, die auf Technokratie und/oder einem mechanistischen Weltbild beruht?

Wie unterscheidet sich diese Evolution von einer Reform, die auf Technokratie und/oder einem mechanistischen Weltbild beruht?

Bei einer derartigen Reform werden komplexe Probleme oft auf eine Weise adressiert, bei der man unterstellt, dass es sich um komplizierte Probleme handeln würde.

Worin besteht der Unterschied zwischen Kompliziertheit und Komplexität?

Worin besteht der Unterschied zwischen Kompliziertheit und Komplexität?

Ist etwas kompliziert, so kann man es verstehen. Einem bestimmten Input steht ein bestimmter Output gegenüber und man versteht, wie aus dem Input der Output wird. Es gibt also ein Programm, das aus einem nachvollziehbaren „Code“ besteht.

Ist etwas komplex, so kann man es nicht gänzlich verstehen. Mitunter kann man es gar nicht verstehen – und dennoch in gar nicht so wenigen Fällen bei einem bestimmten Input eine mehr oder weniger vorhersagbare Bandbreite an Outputs erhalten. Was dazwischen geschieht, kann sogar gänzlich im Dunkeln bleiben.

Der Mensch ist sehr anfällig dafür, Komplexität mit Kompliziertheit zu verwechseln, was sich auf vielfältige Weise äußert, nicht zuletzt in der Wissenschaft: Reduktionismus, mechanistisch motivierte Paradigmen, Occam’s Razor etc etc.

Wenn es darum geht, etwas zu erforschen, etwas begreifen zu wollen, dann ist dabei der Reduktionismus ein wichtiges, vielfach aber nicht hinreichendes Hilfsmittel. Und man darf ihn nicht zum Herrscher über den eigenen Erkenntnisprozess machen, er muss ein Kniff bleiben, der dann zum Einsatz kommt, wenn es nicht anders geht.

Wenn es darum geht, Strukturen zu gestalten, zu verändern und zu steuern, dann kann Reduktionismus rasch zur Ursache extremer Fehlentscheidungen werden.

Wenn es darum geht, Strukturen zu gestalten, zu verändern und zu steuern, dann kann Reduktionismus rasch zur Ursache extremer Fehlentscheidungen werden.

Noch ein Beispiel für Kompliziertheit und Komplexität: Die Newtonsche Mechanik steht für Kompliziertheit. Die Quantenmechanik steht für Komplexität.

Die Newtonsche Mechanik ist eine Näherung, ein Spezialfall – und bei einfachen, in ihrer Natur „technischen“ Problemstellungen wunderbar dafür geeignet, um diese zu lösen.

Würde man versuchen, damit Probleme zu lösen, zu deren Lösung eine adäquate Berücksichtigung der Quantenmechanik erforderlich ist, so scheitert man.

Ein Beispiel mit hoher Praxisrelevanz zeigt sich seit einigen Jahren in der Informationstechnologie: Die Schaltkreise sind so klein geworden, dass es zu quantenmechanischen Effekten kommt. Um dieses natürliche Hindernis zu überwinden, etwa für eine deutliche Leistungssteigerung bei der Suche in extrem großen Datenbanken oder bei der Faktorisierung großer Zahlen, wurde mit der Entwicklung von Quantencomputern begonnen. Sie bauen auf das Superpositionsprinzip sowie auf die Quantenverschränkung und somit auf Komplexität.

Übertragen wir das einmal auf die Lösung eines Puzzles, damit haben die meisten von uns eigene Erfahrungen.

Das „Newtonsche Puzzle“

In noch zu vielen Fällen verhalten wir Menschen uns so, als ob unsere großen Probleme die uns bekannten „Newtonschen Puzzles“ wären: Mit einer festen Anzahl unveränderlicher Puzzleteilchen, also mit einem komplizierten Problem, für dessen Lösung vorab feste Regeln definiert werden können, bei voller Kenntnis über deren Bedeutung und Auswirkungen auf das Ergebnis. Es gibt unterschiedliche, mehr oder weniger wirksame Methoden, so ein Puzzle zu lösen.

Das „quantenmechanische Puzzle“

Viele unserer großen Probleme sind im übertragenen Sinne aber „quantenmechanische Puzzles“, die aus einer immens hohen, sich laufend verändernden Zahl von Puzzleteilchen bestehen, deren Form und deren aufgedrucktes Bild sich ebenfalls laufend verändern, teilweise auch simultan zu Änderungen, die wir selbst an Puzzleteilchen vornehmen und sehr häufig dann, wenn wir sie beobachten. Wie soll man so ein Puzzle lösen? Die uns bekannten Methoden versagen, was sich auch dann nicht ändert, wenn wir ihr Versagen ignorieren oder es immer wieder mit diesen Methoden versuchen.

Was würde geschehen, wenn die Lösungsansätze selbst komplexer werden würden?

In welche Richtung könnte ein komplexer Lösungsansatz in diesem Gedankenexperiment gehen?

Welche Ideen hast du dazu? Wir haben dazu keine überprüfbaren Ideen, aber zum Glück haben wir es mit anderen Problemstellungen zu tun, für die es vielfach konkrete Ansätze für Komplexität in den Lösungen gibt.

Erhöhung der Komplexität in den Lösungen

Der Kybernetiker Ross Ashby hat das Gesetz von der erforderlichen Varietät formuliert:

„Ein System, welches ein anderes steuert, kann umso mehr Störungen in dem Steuerungsprozess ausgleichen, je größer seine eigene Handlungsvarietät ist.“

Je höher die innere Komplexität eines Lösungsansatzes ist, desto besser eignet er sich dafür, ein komplexes Problem zu lösen. Und genau so funktioniert auch Evolution, indem über eine Kombination von Vielfalt in Form vieler kleiner Anpassungen und Reproduktion (= „Iteration“) dynamisch jene Lösungen erarbeitet werden, die im Zeitablauf „fit for survival“ sind und bleiben.

Evolution ist zur positiven Veränderung von problematischen komplexen Strukturen stark überlegen und die gute Nachricht ist, dass sie sich fördern lässt. Wir Menschen werden immer schlauer und besser darin, auf diese Weise zu agieren und der Emergenz ihren Raum zu lassen. Das vollzieht sich parallel in vielen unterschiedlichen Teilbereichen.

Könnte man die heutigen Erfahrungen und Fähigkeiten zur Entwicklung komplexer Lösungen mit einem Fingerschnipp der gesamten Menschheit vermitteln und einen Zeitsprung in die nicht allzu ferne Zukunft machen, dann würde man diese Menschheit nicht wiedererkennen – in einem überaus positiven Sinne. Kann man aber nicht.

Was wir machen können: Dazu beitragen, dass sich das derzeitige einschlägige Wissen und die Erfahrungen Schritt für Schritt verbreiten. Dazu beitragen, dass Schritt für Schritt die Rahmenbedingungen verbessert werden, um die Wahrscheinlichkeit für positive emergente Entwicklungen zu erhöhen und ihnen jenen Raum und jene Zeit zu ermöglichen, die sie benötigen. Das „quantenmechanische Puzzle“ setzt sich von selbst zusammen, ohne unser Zutun – aber nicht nur einmal, sondern laufend, es iteriert praktisch vor sich hin. Was unser Zutun mehr oder minder stark beeinflusst, ist lediglich, was auf dem zusammengesetzten Puzzle zu sehen ist.

TURNOSPERO ist Teil dieser „kollektiven Evolution“. Mit unseren Projekten und Tätigkeiten tragen wir dazu bei, die Rahmenbedingungen zu verbessern, Schritt für Schritt günstige Bedingungen zu schaffen für den notwendigen, sich selbst vollziehenden Wandel und seine laufende Selbsterneuerung. TURNOSPERO bietet keine fertigen Lösungen, keine Ideologien oder Dogmen an. TURNOSPERO erleichtert den Menschen die Schritte, die sie selbst auf diesem Weg zu gehen haben.

WWW in 3

Warum, wie und was in 3 minuten

Anmerkung: Der Projektfokus hat sich mittlerweile etwas verändert, auch einzelne Projekte selbst, wie zum Beispiel „WHAT THE FLOW“. Was im Video derzeit fehlt und früher als geplant ein wichtige Rolle spielt: KULTURGUTLEBEN und dazu gehörend KULTUMEA. Siehe dazu die Infos unter dem Video.

PROJEKTE UND TÄTIGKEITEN

Was ist mein Wunschleben?

Wie kann ich es leben?

Welche Probleme treten dabei auf und wie kann ich sie lösen?

Wie kann ich mich effektiv weiterentwickeln?

Selbstführung und Selbstmanagement, im ersten Schritt nur in Form der analogen Methode "THE FLOW". Diese basiert auf "Getting Things Done", "7 Habits of Highly Effective People", "Bullet Journal", "Agile" und anderen Methoden.

Wer bist du?

Und bist du es wirklich?

Unüberwindbare Online-Identität und unüberwindbar sichere Speicherung persönlicher Daten, basierend auf „Human-to-hash“, eine multifaktorielle Authentifizierung auf Basis mehrerer biometrischer Merkmale.

Kann ich dir vertrauen?

Allgemein, in speziellen Kontexten?

Welches Gewicht haben Deine Beiträge zu bestimmten Themen?

Multidimensionales, nicht manipulierbares Reputationsmanagement. Es basiert auf objektiven und objektivierten Reputationsdaten, differenziert nach vielen Dimensionen und Themen. Eine hohe Reputation in einem bestimmten Kontext zeigt Anderen, ob sie grundsätzlich vertrauen können und wie zuverlässig Beiträge zu einem Thema sind.

KULTURGUTLEBEN

Abgeschiedenes Kultur-, Seminar- und Veranstaltungszentrum mit Übernachtungsmöglichkeit und "Retreat-Charakter".

KULTUMEA steht für "Kultur und mehr, anders" und ist ein Online-Magazin, das von KULTURGUTLEBEN herausgegeben wird.

Welche Lösungen gibt es für ein bestimmtes Problem?

Wie reif sind sie?

Welche Probleme lösen sie, welche verursachen sie?

Wer arbeitet daran?

Wie kann Kooperation besser werden, besonders interdisziplinär?

Welche Zusammenhänge gibt es, die bislang zu wenig erforscht sind?

Vernetzte Dokumentation von Lösungen im Sinne des Wandels, im ersten Schritt nur sehr einfach als "Mind Map".

Die PolitikBilanz: Politik messbar machen

Welche Bedeutung und welche Auswirkungen haben Punkte von Partei-, Wahl- und Regierungsprogrammen wirklich?

In welchem Maße halten sich Parteien und Politiker daran?

Eine PolitikBilanz funktioniert ähnlich wie eine „Gemeinwohlbilanz“ bei Unternehmen – aber für die Arbeit politischer Parteien. Damit soll die Informationsasymmetrie bei den Wählern reduziert und eine objektivierte Reputation für politische Parteien ermöglicht werden. Konzeptionell ist das auch verwandt mit „Smart Universal Reputation“ (siehe oben), Ergebnis ist ein Score für Parteien und einzelne Politiker, der den Wählern bei der Orientierung hilft. Ein Konzept aus der Denkfabrik von „THE COOKBOOK“.

Gemeinwohlzertifikate: Eine Erweiterung des Konzepts der "Gemeinwohlökonomie"

Wie kann man zusätzliche Dimensionen mit großer Bedeutung für das Gemeinwohl in die Gemeinwohlökonomie einbauen?

Wie kann man Einkommen generieren für Entitäten, die in diesen zusätzlichen Dimensionen einen wertvollen Beitrag leisten?

Wie kann man auf unterschiedliche Kostenstrukturen flexibel reagieren und in Summe dabei dennoch ein Gesamtziel erreichen?

Die „Gemeinwohlzertifikate“ sind eine Initiative, die orientiert sind an den Konzepten der handelbaren Emissionszertifikate und an der Gemeinwohlökonomie. Zusammengefasst bedeutet das:

+ Organisationen haben einen Beitrag zum Gemeinwohl zu leisten, differenziert nach unterschiedlichen Kategorien
+ In einigen Kategorien muss das ganz oder teilweise selbst erreicht werden
+ In anderen Kategorien kann das käuflich erworben werden von anderen Organisationen, die in diesen Kategorien einen Überschuss erwirtschaften
+ Das berücksichtigt Grenzkosteneffekte und ermöglicht ein Einkommen für gemeinnützige Organisationen

Ein Konzept aus der Denkfabrik von „THE COOKBOOK“.​

In welcher Welt wollen wir leben?

Wie können wir unser Unterbewusstsein auf diese Welt ausrichten und es zu deren Realisierung nutzen?

Wie können wir uns gemeinsam entwickeln, im Sinne einer kollektiven Evolution?

Einfaches Konzept für dezentrale Imaginations- und Vernetzungsarbeit, zur Förderung unserer kollektiven Evolution.

Welche Projekte gibt es für welche Problemstellungen?

Wie reif sind sie?

Wie sind sie einzustufen?

Welche Projekte könnte es geben bzw. welche noch nicht adressierten Problemstellungen gibt es, die mit Blockchain-Technologie gelöst werden könnten?

Vernetzte Dokumentation von Lösungen im Bereich der Blockchain-Technologie, im ersten Schritt nur sehr einfach als "Mind Map"

Sinnstiftend bedingtes Grundeinkommen

Wie kann dem Verlust von Arbeitsplätzen durch die Digitalisierung wirksam und mehrheitsfähig begegnet werden?

Wie kann man dies nutzen, um Aktivitäten zu fördern, die dem Gemeinwohl dienen?

Logo zum SBGE

Ein Brückenschlag zwischen einem bedingungslosen Grundeinkommen und Grundsicherungen, die an die Erlangung eines „Arbeitsplatzes“ im herkömmlichen Sinne geknüpft sind. Ein Konzept aus der Denkfabrik von „THE COOKBOOK“.​

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